Wenn die Zeit nicht zum Wachsen reicht…
von Kock + Voeste 22. Juni 2015

Fallbeispiel zahnärztliche Gemeinschaftspraxis

Ausgangslage
Auf Empfehlung beauftragten die Zahnärzte Dr. M. und Dr. U. Kock + Voeste mit einer Fortführungsprognose. Fünf Jahre zuvor hatten die Zahnärzte ihre beiden Einzelpraxen zu einer Gemeinschaftspraxis zusammengeführt. Zwei weitere Zahnärzte werden angestellt beschäftigt.

Analysieren.
Kock + Voeste analysierte alle praxisrelevanten Daten der vergangenen Jahre im Verhältnis zu anderen Praxen der Fachgruppe, hinsichtlich der Standortvoraussetzungen sowie die Ertrags-, Liquiditäts- und Vermögenssituation von Praxis und Privatbereich.

Einige Ergebnisse dieser Phase:

    Die Praxisräume sind modern ausgestattet und auf Wachstum ausgerichtet.
    Gemessen an den Einnahmen sind die Kosten insgesamt als überdurchschnittlich, die Kosten für Fremdlabor und Personal ohne die angestellten Zahnärzte als durchschnittlich zu bezeichnen.
    Die Praxis verfügt über einen modernen Außenauftritt, inkl. Website, Flyer etc.
    Die Fallwerte – Kasse wie Privat – liegen leicht über dem Fachgruppendurchschnitt.
    Seit Praxisgründung steigen die Fallzahlen kontinuierlich an.
    Die Produktivität des Teams ist als überdurchschnittlich, die der beiden angestellten Zahnärzte eher als unterdurchschnittlich zu bezeichnen.

Da die Praxiseinnahmen im Verhältnis zu den Kosten zu gering ausfallen und zudem keine privaten Mittel in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen, um die fehlende Liquidität kurzfristig zu überbrücken, kann nicht allen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachgekommen werden. Es muss schnell gehandelt werden. Die zahnärztliche Gemeinschaftspraxis befindet sich in einer akuten Liquiditätskrise. Die Zeit drängt.

Optimieren.
Mit den großzügig ausgerichteten Praxisräumen und der Anstellung weiterer Behandler hatten Dr. M. und Dr. U. bereits wichtige Voraussetzungen geschaffen, um den Praxisumsatz ausbauen zu können. Die ansteigenden Fallzahlen bei gleichzeitig unterdurchschnittlicher Rentabilität verwiesen auf hohes, bislang ungenutztes Potenzial. Um die akute Liquiditätsenge zu überbrücken, wurde kurzfristig die Kontokorrentlinie ausgedehnt. Auf diese Weise konnte der nötige Rahmen für die Einleitung der Optimierungsmaßnahmen geschaffen werden: Kock + Voeste ermittelte innerhalb einer Leistungs- und Abrechnungsanalyse - insbesondere im Bereich FAL, Paradontologie und Labor sowie grundsätzlicher Optimierung der Abrechnung - ein Umsatzpotenzial von rund 150 T Euro/Jahr. Praxisinhaber, angestellte Zahnärzte und Team wurden von einer Kock + Voeste-Spezialistin im ersten Schritt intensiv im Bereich der Leistungs- und Abrechnungsoptimierung geschult, im zweiten Schritt in der bedarfsorientierten Patientenkommunikation. Insgesamt wurde die Umsetzung mit einer Praxissteuerung begleitet.

Gewinnen.
Bereits nach kurzer Zeit zeigten die Maßnahmen Wirkung: Die Gemeinschaftspraxis konnte Mehreinnahmen in Höhe von 28 T€ (+ 9 %) pro Quartal verzeichnen. In Verbindung mit den gleichzeitig sehr sparsamen Privatentnahmen gelang es, die Kontokorrentinanspruchnahme fristgemäß und vollständig zurückzuführen. Auf Basis der verbesserten Liquidität und insgesamt positiven Praxisentwicklung planen die Inhaber Dr. M. und Dr. U. die Einrichtung eines Eigenlabors.

Fazit:
Unentdeckte und ungenutzte Potenziale stellen schnell Risiken dar, die am Ende sogar die berufliche und private Existenz bedrohen können! Machen Sie den Potenzialcheck - Mit Kock + Voeste wissen Sie einen unabhängigen Partner an Ihrer Seite, der auf die besonderen Ansprüche der Heilberufe spezialisiert ist.
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Potenziale zu ermitteln und gemeinsam mit dem Kunden umzusetzen ist unsere Spezialisierung. Unsere Analysen und Wissen identifizieren verborgene Umsatzhebel und sorgen nachhaltig für Transparenz. Seit mehr als 25 Jahren sind wir erfolgreich, bedarfsorientiert und passgenau, die individuellen Maßnahmen für Ärzte, Zahnärzte, MVZ und Apotheker zu entwickeln. Wirtschaftliche und unternehmerische Sicherheit auf ganzer Linie: für ein erfolgreiches Heute und Morgen.