Von der Einzelpraxis zur zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis
von Kock + Voeste 18. September 2014

Praxisbewertung, Liquiditäts- und Finanzplanung – eine Gesamtbetrachtung in einem akuellen Fallbeispiel

Dr. E., Zahnarzt, Mitte fünfzig, plante, seine Einzelpraxis zusammen mit seinem angestellten Zahnarzt-Kollegen in eine Gemeinschaftspraxis umzuwandeln. Dr. E. beauftragte für die Gründungsplanung seiner Gemeinschaftspraxis eine Beratung bei Kock + Voeste.

Analysieren.
Zunächst ermittelte Kock + Voeste die Verkehrswertschätzung der Praxis unter Verwendung der Zahnärztekammermethode und der Ertragswertmethode. Darüber hinaus wurden die sogenannten „weichen“ Faktoren, also die Faktoren, die sich aus der Analyse aller Möglichkeiten, Chancen und Beziehungen der etablierten Zahnarztpraxis ergeben, in die Gesamtbetrachtung mit einbezogen.

Einige Ergebnisse dieser Phase:

  • Am Standort entspricht die Kaufkraft dem Bundesdurchschnitt, die Arbeitslosigkeit ist leicht unterdurchschnittlich.
  • Die Region weist eine gute bis leichte zahnärztliche Unterversorgung auf.
  • Die Praxis ist gut eingeführt, allgemein bekannt und verfügt über einen festen Patientenstamm.
  • Die GKV-Zahlen sind im Betrachtungszeitraum von drei Jahren ansteigend, dennoch deutlich unter dem Durchschnitt der Vergleichsgruppe bleibend.
  • Sehr gute Ertragslage durch Eigenlabor und hohen Privatanteil.


Die Auswertung der unterschiedlichen Methoden ergab ein detailliertes, umfassendes Bild von der gesamtwirtschaftlichen Situation der Zahnarztpraxis.

Optimieren.
Um die Gründung der Gemeinschaftspraxis nachhaltig zu sichern, entwickelte Kock + Voeste parallel zur Praxisbewertung die Finanz- und Liquiditätsplanungen für den Praxis- wie auch den jeweiligen Privatbereich beider Gesellschafter inklusive der Ehegatten. Die Planung ermittelte u. a., wie hoch und zu welchem Zeitpunkt die Einstiegszahlung erfolgen sollte, damit die Liquidität bei Dr. E. erhalten bleibt. Es wurde sowohl der notwendige Verdienst als auch die daraus resultierende Arbeitszeit Dr. E. errechnet, damit dessen Lebensstandard auch mit zukünftigen Rentenzahlungen gesichert ist. Parallel wurde der für den jüngeren Zahnarzt notwendige Praxisanteil berechnet, sodass der Gewinnanteil dessen Leistungsanteil und Liquiditätsbedarf auch in Zukunft entspricht.

Gewinnen.
Auf Basis von Wertermittlung in Verbindung mit den jeweiligen Finanz- und Liquiditätsplanungen aller Beteiligten entwickelte Kock + Voeste den optimalen Zeit- und Handlungsfahrplan für die Gründung der Gemeinschaftspraxis.

Fazit:
Veränderungen von wirtschaftlichen Strukturen in Zahnarztpraxis, Praxis oder Apotheke bergen Risiken, ähnlich Neugründungen. Umfassende, genaue Planung lohnt sich: Die Gesamtbetrachtung ermöglicht nachhaltig Transparenz und Planbarkeit und sichert Liquidität und Wachstum auch in Zukunft. Weiter...