Privatabrechnung outsourcen. Selbst abrechnen. Was ist richtig?
von Thomas Noack 04. Mai 2013

Wenn man sich die statistischen Zahlen anschaut und sieht, dass nur etwa ein Drittel aller niedergelassenen Ärzte/Zahnärzte die Abrechnung durch einen Dienstleister durchführen lässt, klingt das "Outsourcing der Privatabrechnung" eigentlich nicht nach einem erfolgreichen Konzept. Also, warum machen Zehntausende Ärzte und Zahnärzte das ganz bewusst?

Um mehr Kosten zu haben und damit ein schlechteres Praxisergebnis zu erhalten? Wohl ganz sicher nicht, das Gegenteil ist die Motivation. Schauen wir mal auf die andere Seite des statistischen Kuchens: Wenn man die verbleibenden zwei Drittel der Ärzte fragt, warum sie selbst und ohne professionelle Hilfe abrechnen, erhalten Sie meist wie aus der Pistole geschossen die verblüffende gleiche Antwort: Um Kosten zu sparen! Als Betriebswirtschaftler und Praxisberater kommt bei mir unweigerlich die Frage auf: Wer hat jetzt eigentlich Recht?

Nähern wir uns der Lösung mit einer Frage, die vergleichbar ist und bei der Einigkeit besteht: Machen Sie Ihre Steuererklärung selbst? Nein, natürlich nicht! Hm, und warum nicht? Es gibt doch Unmengen von günstigen und guten Steuerprogrammen, die mithilfe Ihres PCs einfach zu bedienen sind. Warum geben Sie dann diesen betriebswirtschaftlichen Themenbereich in die professionellen Hände eines Steuerberaters? Ein Steuerberater arbeitet schließlich nicht umsonst, er stellt auch Rechnungen und verursacht damit zusätzliche Praxiskosten, oder? Alle wissen: Das stimmt alles, aber das ist letztlich nicht worauf es ankommt. Denn wenn durch seine Arbeit - und seine zusätzlichen Kosten  - ein insgesamt besseres Praxisergebnis entsteht, also unterm Strich mehr Kosten gespart als für ihn ausgegeben werden und gleichzeitig die Sicherheit entsteht, betriebswirtschaftlich und steuerlich „alles richtig gemacht“  und Fehler vermieden zu haben, dann sind die Steuerberatungskosten vollkommen in Ordnung und betriebswirtschaftlich sinnvoll. Darüber besteht bei allen Ärzten Einigkeit. Und das kann eben kein noch so gutes Steuerprogramm leisten.

Warum sind dann die Aussagen bei der wichtigen Einkommensquelle „Privatabrechnung“ bezüglich der Auslagerung zu Abrechnungsspezialisten so verschieden? Klar ist: Ihr Softwaremodul „Privatabrechnung“ ist  trotz aller Druckfunktionen etc. bestenfalls ähnlich zu sehen wie ein Steuerprogramm und eigentlich ein „Leistungserfassungsprogramm“ für mögliche Rechnungspositionen. Und die müssen noch lange nicht optimal sein. Und bei der grundsätzlichen „Privatumsatz“-Frage, ob etwas besser oder analog abgerechnet werden könnte/sollte, gibt Ihnen Ihr Praxis-PC auch keine professionelle Sicherheit. Ganz zu schweigen von funderten Begründungen bei Erstattungsschwierigkeiten oder bei der Beitreibung überfälliger Rechnungen…

Die Prüfung, ob eine Auslagerung der Privatabrechnung in Ihrem individuellen Einzelfall sinnvoll ist oder nicht, ist deshalb im Hinblick auf Ihr Praxisergebnis ein betriebswirtschaftliches Muss.

In die Prüfung gehört Ihr Praxisablauf ebenso wie Ihre bisherige inhaltliche Abrechnungsweise, welcher Dienstleister Ihre Lücken ab besten aufdecken und schließen kann, welche effektiven Kosten dann welche Abrechnungsdienstleistungen wirtschaftlich machen etc.  Dabei berate ich Sie gerne mit allen Möglichkeiten von Scoremed: Kostenlos und neutral per Angebotseinholung, direkt am Telefon oder persönlich bei Ihrem nächsten Ärzte-Stammtisch. Wichtig ist, dass Sie hinterher ein individuelles Ergebnis haben und entscheidungssicher sind, ob Sie weiterhin zu den zwei Drittel der Ärzte gehören, die selbst abrechnen möchten oder ob die Auslagerung der Abrechnung für Sie betriebswirtschaftlich auch sinnvoll wäre. Vergleich macht reich  :-) 

Herzlichst Ihr

Thomas Noack

Geschäftsführer Scoremed GmbH