Ein Gespenst geht um: Rückblick Gesundheitsnetzwerker-Kongress
von Doc Cirrus GmbH 12. Februar 2015

Moderne Praxissoftware muss neuen Ansprüchen von Ärzten und Patienten gerecht werden - mobil, sicher und effizient.

Ein Gespenst geht um im deutschen Gesundheitswesen – das des Bürgers, der googelt, informiert ist und sich um seine Gesundheit kümmert, bevor er zum Patienten wird. Ein Bürger, der Gesundheits-Apps nutzt, Puls, Aktivität, Schlaf und Kalorien trackt und für den diese – seine – Daten einen Wert darstellen, ja Spaß machen. Und ein Bürger, der von Ärzten und Krankenhäusern fordert, dass diese Informationen dort nicht nur wahrgenommen, sondern integriert, mit weiteren Daten abgeglichen, Schlüsse gezogen und Antworten geliefert werden. Ein Bürger also, der sich sowohl aktiv für seine Gesundheit engagiert als auch Souverän seiner Daten bleiben möchte.

Wer den Kongress für Gesundheitsnetzwerker in Berlin besuchte, der merkte, dass dieser Bürger allgegenwärtig war – und das ohne persönlich anwesend zu sein oder konkret auf der Agenda zu stehen. Selbst Vertreter von Ärztekammer, Kassen, Pharmaunternehmen und Kliniken sind sich einig: erfolgreiche medizinische Versorgung findet auf der Grundlage neuer Medien und technologischer Ansätze nicht nur innerhalb von Arztpraxis oder Krankenhaus statt. Und eine Reihe von jungen, innovativen Unternehmen schaffen die passenden Fakten dazu. Von Apps auf Rezept bis zur Ferndiagnose entstehen Produkte, die Bürger und Patienten – den „User" – in das Zentrum ihres Angebots stellen und nicht mehr zwingend EBM-Kataloge oder Verbandsfunktionäre.

Zugegeben: mit einer Revolution von heute auf morgen zu rechnen wäre so naiv wie wenig wünschenswert. Eine Evolution ist aber auf verschiedensten Stufen mehr als greifbar. Offensichtlich wird erkannt, dass man sich in Zeiten einer Konsumerisierung der gesundheitlichen Versorgung bewegen muss, möchte man als bestehender Bestandteil des Gesundheitssystems Umsätze und Deckungsbeiträge nicht langfristig an Google, Apple, Nike & Co. abgeben.

Bleibt die Frage, was dies alles nun für den Arzt bedeutet. Als Vertrauensperson und direkter Ansprechpartner für seine Patienten werden Ärzte natürlich auch zukünftig eine zentrale, eine nicht zu ersetzende Rolle in der Gesundheitsversorgung einnehmen. Diese Rolle wird sich jedoch verändern und Ärzte fordern zurecht, hierbei mehr Unterstützung zu erfahren: nicht nur – aber insbesondere auch – durch Software- und IT-Lösungen, die weiter denken als bis zur Praxistür oder zur Sektorengrenze und eine völlig neue Form der Kommunikation zwischen Ärzten, Kollegen und Patienten ermöglichen. Eine Kommunikation, die allen Beteiligten Service, Information und Transparenz bietet, ohne zusätzlich zu belasten oder eingeschwungene Arbeitsabläufe zu ignorieren.

Wer sich für unsere KBV-zertifizierten Software-Lösungen für Verwaltung, Abrechnung und Kommunikation in und außerhalb von Arztpraxis und MVZ interessiert, kann diese vom 14. bis zum 16. April live auf der conhIT in Berlin erleben. Auch Gespenster sind herzlich willkommen. Live und direkt oder auf www.doc-cirrus.com.