Abrechnungsstellen – Mehrwerte jenseits der Kernkompetenz.
von Thomas Noack 20. November 2014

Nur Abrechnung? Nur Factoring? Was unterscheidet die über 35 Factoring-Anbieter für Zahnärzte in Deutschland eigentlich jenseits der Kernkompetenz?

 

Auf die individuellen Bedürfnisse des Praxisinhabers zugeschnittene Abrechnungsdienstleistung und ein darauf passendes, wirtschaftliches Gebührenniveau ist das Eine, echte Mehrwerte für Zahnärzte schaffen – auch über das „Dentale“ hinaus denken – das Andere. Ich bin als Branchenkenner sehr sicher, dass die Dienstleistungsunternehmen mehr neue Möglichkeiten für Praxisinhaber innerhalb, aber auch außerhalb der Kernkompetenz organisieren können und vielleicht sogar müssen, wenn sie neue Zahnärzte überzeugen wollen. Im stark umkämpften Markt punktet nämlich auch der Weitblick. Neue Kunden gewinnt man mit zusätzlichen Mehrwerten, die über das Gewohnte hinaus begeistern und dem Zahnarzt das Gefühl geben, insgesamt gut betreut zu sein. Das muss auch nicht kostenlos sein. Ein Beispiel vom letzten Freitag in Frankfurt am Main:

„Besser entscheiden. Besser führen.“ Zum zehnjährigen Jubiläum des Zahnärzte-Unternehmerabends hatte die DZR gemeinsam mit der Apobank zwei hervorragende Experten zum Thema präsentiert: Prof. Dr. Dr. Gerhardt Roth, der als einer der bedeutendsten deutschen Neurowissenschaftler gilt und  - outstanding - Urs Meier, einer der weltbesten FIFA-Schiedsrichter, der die ca. 100 anwesenden Praxisinhaber mit einem wahren Feuerwerk zur Entscheidungsfähigkeit glänzend unterhielt.

Kopf oder Bauch? Rationalität oder Intuition? Im Vortrag von Prof. Roth wurden die Grundlagen zum besseren Verständnis der Teilnehmer gelegt und moderne Erkenntnisse der Hirnforschung zur Entscheidungsfindung kurzweilig präsentiert. Nach einer kurzen, eleganten Snackpause mit der Möglichkeit sich kollegial auszutauschen, kam das Highlight des Abends: Urs Meier, der in den Stadien der Welt gute Entscheidungen, meist schwierig und unter Beobachtung tausender Augenpaare, in Sekundenschnelle treffen musste. Eine normale Präsentation? Nein. Denn eindrucksvoll, mit viel Humor und eingebettet in unterhaltsame Videosequenzen wurde dank des Schiedsrichters ein jeder Teilnehmer wie magnetisch in einen unterhaltsamen und lehrreichen Dialog gezogen: War das ein Foul oder nicht? Ich stehe gefühlt vor der Fankurve und habe eine „Wand“ von 20.000 Fans gegenüber, die auf eine schnelle, eindeutige, konsequente und richtige Entscheidung warten – auch wenn sie unbequem für den Entscheider sein wird, denn eine der beiden 20.000er-Kurven pfeift immer. Jetzt entscheiden - los! Angst vor der Fehlentscheidung? So what? – passiert eben, gehört im Leben immer dazu! Nur keine Entscheidung zu treffen ist eindeutig die falsche Entscheidung. Alle sind sich beim anschließenden Buffet einig: Wir sehen jetzt klarer. Das ist Mehrwert. Und keiner denkt an Abrechnung oder Factoring oder dass man mit der DZR normalerweise über Anderes redet. Obendrein kommen drei kurzweilig verdiente Weiterbildungspunkte für die Teilnehmer hinzu.

Mein Fazit: Von Organisation über DZR-Moderation bis hin zu sehr beeindruckenden Vorträgen – ich war überrascht von der Professionalität, die ich selbst bei Fortbildungsveranstaltungen von darauf spezialisierten Seminaranbietern im Segment der Praxisführung nicht oft angetroffen habe. Gerade auch, weil  sie weit außerhalb des eigentlichen Dienstleistungsauftrages und –anspruches gezeigt wurde. Zum Glück war ich als Gast geladen, denn ansonsten hätte ich einen perfekten Wochenausklang verpasst. Aber auch, wenn ich regulär für die Teilnahme hätte zahlen müssen: Die 95,00 Euro wären gut angelegtes Geld gewesen. Ein gutes Gefühl, die richtige Entscheidung für einen Freitagabend getroffen zu haben.

Zuviel Lob von einem neutralen Berater, der Zahnärzten dabei hilft, die individuell optimimale Abrechnungsstelle zu finden? Ich denke nicht. Was gut ist, darf gelobt werden. Meine Neutralität in der Beratung beeinflusst dieser Abend natürlich nicht, aber die DZR hat beim Zahnärzte-Unternehmerabend 2014 mit einem eindrucksvollen Beispiel gezeigt, dass man auch mal etwas Besonderes machen kann. Create difference – weiter so, bitte…

Herzlichst Ihr

Thomas Noack

Geschäftsführer Scoremed

Schlagworte: Fortbildung